Podcast-Folge 132

vom 11.04.2026

Kontakt. Der unterschätzte Aspekt in der Kommunikation

Was ist Kontakt eigentlich genau - und was hat das mit Mutismus zu tun?

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Lust auf das Mini-Alltags-Experiment aus dieser Podcast-Folge?

Dann spür doch in unterschiedlichen Situationen heute den Tag über immer mal wieder hin:

  • Wie viel Nähe (oder Abstand) ist dir in der Begegnung mit Menschen angenehm?
  • Welche Unterschiede im Kontakt bemerkst du da?
  • Ist dir aufgefallen, dass sich Begegnungen immer wieder unterschiedlich anfühlen können und dass du je nach Situation unterschiedlich damit umgehst?

Über mich


Ich bin Christine Winter

... und ich hatte Selektiven Mutismus, bis ich Mitte Dreißig war. 

Heute unterstütze ich Erwachsene, die ihre Sprechblockaden hinter sich lassen wollen, sowie Familienangehörige und professionelle Helfer beim Mutismus verstehen.

Stabiler und als sicher empfundener Kontakt ist entscheidend dafür, ob ein Gespräch klappt. Ganz besonders wenn man Selektiven Mutismus hat.

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Zusammenfassung der Folge

mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt

Wenn wir über Selektiven Mutismus sprechen, ist für mich eines klar: Es geht nicht nur ums Sprechen oder Nicht-Sprechen, sondern vor allem um Kontakt.

Was ist Kontakt eigentlich?

Kontakt ist mehr als nur Austausch oder Begegnung. Der Begriff kommt vom lateinischen „contingere“ - berühren oder verbinden. Das bedeutet: Kontakt kann körperlich sein, aber auch eine emotionale Verbindung trotz Abstand. Für Menschen mit Mutismus ist beides wichtig - und beides kann herausfordernd sein.

Körperlicher Kontakt bei Mutismus

Körperliche Nähe kann schnell überfordern und eine Blockade auslösen. Trotzdem sehnen sich Betroffene nach Nähe - nur muss sie ohne Druck und Überforderung passieren. In einer Blockade fühlt es sich oft so an, als wäre man emotional und räumlich ganz weit weg. Dann gibt es keinen Kontakt.

Kontakt trotz Distanz

Über Medien wie Text oder Audio kann Kontakt auch ohne direkte Begegnung entstehen. Gerade das wirkt oft weniger überfordernd und ermöglicht eine Verbindung, auch wenn die Blockade akut ist.

Mutismus ist kein gleichbleibender Zustand

Betroffene wechseln zwischen Phasen mit und ohne Blockade. Wenn keine Blockade da ist, sind sie ganz „normale“ Menschen mit denselben Bedürfnissen nach Kontakt wie alle anderen.

Kontakt ist ein Gefühl, kein Verhalten

Oft wird Kontakt mit Verhaltensweisen verwechselt - Begrüßung, Fragen beantworten, Rituale einhalten. Doch das sind nur äußere Situationen, die idealerweise mit Kontakt ablaufen würden. Kontakt selbst kann man nicht zeigen oder erzwingen - man fühlt ihn. Und bei Mutismus ist dieses Gefühl oft eingeschränkt oder gar nicht zugänglich.

Fazit:

Kontakt ist die Grundlage für echte Verbindung – und gerade bei Mutismus das entscheidende Thema. Es geht um Berührung auf emotionaler Ebene, um Nähe ohne Druck und um das Gefühl, wirklich gesehen und verstanden zu werden.

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