Podcast-Folge 134

vom 09.05.2026

Sprechen ist die Folge von Kontakt. Nicht die Voraussetzung.

Wenn wir selektiven Mutismus betrachten und dabei Kontakt in den Mittelpunkt stellen (statt wie üblich das Sprechen und Nicht-Sprechen) ergeben sich spannende Beobachtungen.

Zum Beispiel, dass spontane und authentische Kommunikation davon abhängt, ob der Kontakt miteinander sicher und stabil ist.

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Lust auf das Mini-Alltags-Experiment aus dieser Podcast-Folge?

Wenn du das nächste mal einem Menschen begegnest, könntest du beobachten, wie du den Impuls zu sprechen spürst, bevor du etwas sagst.

(Der kommt blitzschnell, daher ist er dir bisher vielleicht nie bewusst gewesen.)

Vielleicht entdeckst du, dass es unterschiedliche Arten von Sprechimpulsen bei dir gibt. Oder unterschiedliche Qualitäten von Sprech-Sicherheit. Oder es ist immer das gleiche Grund-Gefühl, aber in unterschiedlichen Intensitäten. Oder deine Sprecherfahrung ist einfach immer genau gleich, egal mit wem und zu welchen Themen. Wer weiß…


Über mich


Ich bin Christine Winter

... und ich hatte Selektiven Mutismus, bis ich Mitte Dreißig war. 

Heute unterstütze ich Erwachsene, die ihre Sprechblockaden hinter sich lassen wollen, sowie Familienangehörige und professionelle Helfer beim Mutismus verstehen.

Die Worte kommen von allein, wenn keine mutistische Blockade da ist, die sie aufhalten könnte.

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Zusammenfassung der Folge

mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt

In dieser Folge geht es um einen entscheidenden Perspektivwechsel im Umgang mit Selektivem Mutismus. Viel zu oft liegt der Fokus darauf, dass Betroffene „einfach sprechen müssen“. Als sei es kein Problem und man bräuchte nur Standardsituationen üben, und schon sei das Problem gelöst. Doch diese Herangehensweise funktioniert nicht und wird nicht selten Blockaden eher verstärken. Das antrainierte Sprechen fühlt sich für Betroffene unangenehm, gestellt und „fake“ an, spontane Kommunikation bleibt für sie trotzdem unerreichbar.

Stellt man stattdessen den Kontakt in den Mittelpunkt (nicht das Sprechen an sich) ergibt sich ein ganz anderer Blick. Dann ist ein echtes Gefühl von Verbindung die Grundlage von Kommunikation. Nur wenn dieses Kontaktgefühl da ist, entsteht auch der Impuls zum Sprechen. Ohne diesen Impuls bleibt die Sprachblockade bestehen, selbst wenn die Fähigkeit zum Sprechen eigentlich vorhanden wäre.

Christine teilt ein kleines Experiment zum bewussten Wahrnehmen dieses Sprechimpulses in Alltagssituationen – eine einfache Übung, die helfen kann, das eigene Kommunikationsgefühl besser zu verstehen. Außerdem erläutert sie, wie das Nervensystem bei Mutismus-Blockaden den Kontakt „überlagert“ und warum das Sprechen dann nicht mehr spontan oder sicher möglich ist.

Die Folge bietet damit eine wertvolle Ergänzung zu klassischen Mutismus-Hilfen: Weg von starren Gesprächsregeln hin zu einem einfühlsamen Verständnis der inneren Blockaden und dem Aufbau von Vertrauen und Verbindung.

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