Um sicher ohne Blockade durch eine Situation zu kommen, wird es fast immer nötig sein, den Plan kleiner zu machen. Sehr viel kleiner.
Noch besser wär, ihn ganz zu vergessen und komplett aus dem Moment heraus zu agieren - so wie Nicht-Mutisten das ja auch tun.
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Über mich
Ich bin Christine Winter
... und ich hatte Selektiven Mutismus, bis ich Mitte Dreißig war.
Heute unterstütze ich Erwachsene, die ihre Sprechblockaden hinter sich lassen wollen, sowie Familienangehörige und professionelle Helfer beim Mutismus verstehen.
Mutismus-Betroffene neigen dazu, alles vorauszuplanen. Scheinbar gibt das Sicherheit. Vor Blockaden schützt es aber nicht.
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Zusammenfassung der Folge
mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt
Kennst du das? Du machst dir genaue Pläne für die nächsten Wochen - und dann kommt das Leben mit ganz anderen Ideen dazwischen. Früher hat mich das frustriert. Ich dachte, es beweist, dass ich mein Leben nicht im Griff habe. Heute sehe ich das anders.
Handlungsfähig bist du immer nur im Jetzt.
Pläne sind hilfreich, um Gedanken zu ordnen und große Vorhaben zu strukturieren. Doch die Umsetzung passiert von Moment zu Moment - und diese Momente verlaufen selten genau nach Plan. Das Leben entwickelt sich spontan, und das ist gut so.
Gerade für Menschen mit Mutismus zeigt sich: Zu viel Planung kann blockieren. Wenn man alles minutiös vorausdenkt, entsteht oft so viel Druck, dass eine Blockade fast unvermeidbar ist. Zudem lässt ein starrer Plan keinen Raum für echte Gespräche oder spontane Begegnungen.
Ich plädiere dafür, Pläne klein zu halten - oder sie ganz loszulassen - und stattdessen aus dem Moment heraus zu handeln. So wie Menschen ohne Mutismus es tun.
Ohne Handlungsfähigkeit bringt nämlich auch der durchdachteste Plan nichts.


